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Gestern Abend war es soweit: wieder ein Top fertig. Es war gar nicht so einfach, mit diesen „Chemo-Händen“ zu arbeiten. Und dann noch Maschinenquilten – was ich an so einem großen Stück noch nie getan hatte.

Nachdem ich die Janome für das Quilten vorbereitet hatte, versuchte ich es erst an einem Musterstück. Da es nicht richtig rund lief, schnappte ich mir das dazugehörige Handbuch und las nach. Doch es klappte weiterhin nicht. Im Internet gab es auch nichts passendes und so habe ich mich an die Nähwelt Flach (unbezahlte Werbung) gewandt und um Hilfe gebeten. Denn ich kann bzw. konnte einen Einführungskurs an der Maschine nicht buchen wegen der Entfernung. Und da ich weiss, wie hilfsbereit alle dort sind, schrieb ich dorthin. Innerhalb einer Stunde hatte ich einen Rückruf und eine tolle Unterstützung. Ich bin froh, dass ich letztes Jahr für den Kauf der Maschine bis nach Aschaffenburg gefahren bin.

So machte ich mich ans Werk. Es war gar nicht so einfach, mit diesen steifen Fingern das Top unter der Maschine zu bewegen. Aber nach einiger Zeit klappte es ganz gut und so wurde Reihe um Reihe fertig.

Fest steht, ich muss noch sehr viel üben. Der Anfang ist jedenfalls gemacht. Auch bin ich meinem diesjährigen Vorsatz treu geblieben: ausser dem Vlies wurde nichts gekauft.

 

Meistens verbringe ich die Zeit, während die Chemo läuft, mit Stricken. So auch am 09.08. Da habe ich mit einem Paar Herrensocken in Größe 42 angefangen. Ich stricke so schnell, dass nach den 5 Stunden ein Socken fertig war. Die anderen um mich rum schlafen oder schauen irgendetwas auf ihrem Handy. Eine ältere Dame war sehr erstaunt, als sie den fertigen Socken sah. Auch ich war erstaunt, hatte ich doch noch nie auf die Zeit geschaut, wenn ich stricke. Aber sonst stricke ich ja auch nicht so lange an einem Stück.

 

 

Jetzt sind die Socken fertig und kommen in den Korb mit den fertigen Socken für Verkauf oder Verschenken oder selbst zu verwenden. Mein Mann hat diese Schuhgröße und somit ist ein Aufbrauchen des Bestandes immer gewährleistet :-).

Neben dem Handquilten am Ohio-Star habe ich auch ein Ufo gegriffen und zusammengesteckt.

Mit meinen Strickfreundinnen in Leipzig und Rüsselsheim habe ich letztes Jahr auf die Entfernung ein Jelly-Roll-Sandwich genäht. Sie wollten das Patchwork einmal probieren und ich nahm dieses Modell, damit sie gut zurecht kommen. Marianne aus Leipzig hat ihr Top sogar schon mit der Maschine quilten lassen und das Binding ist auch schon dran. Helma näht noch an dem Jelly-Roll, da sie noch andere Termine hatte. So lag mein Top nun die ganze Zeit auf dem Stapel. Das Vlies musste ich kaufen, aber der Hintergrundstoff ist aus dem Fundus. Danach war ich ganz erledigt – da hatte ich meine Kräfte doch etwas überschätzt. An dieser Decke will ich endlich das Maschinenquilten an der Janome üben.